VIDEO
Tracing Belonging
AT/2021/5.55min




TRACING BELONGING ist eine Momentaufnahme meiner jahrelangen Auseinandersetzung mit Fragen rund um Archivierung, Erinnerung und Belonging. In der Videoarbeit konzentriere ich mich auf vergängliche Momente der Glückseligkeit und Togetherness. Ich strecke, transformiere, wiederhole, verzerre, überlagere Bilder und Töne, erinnere mich, spiele mit dem Konzept der Zeit und ihrer angeblichen Linearität.
TRACING BELONGING ist eine spielerische Erkundung des Dokumentierens flüchtiger Momente, in der Bilder glücklicher Gemeinsamkeit zusammengewebt werden, um so
Fragmente der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wieder in Erinnerung zu rufen.
Our joy, our survival is worthy to keepsake.
VIDEO
OOPS OH MY
AT/2018/4 min

OOPS OH MY can be seen as a playful imagining of a world without binary concepts of gender and sexuality. The video work shows multi-layered images of a brown queer body that invites the audience to a journey of self-love that challenges the limits of human biology.
London PFF, An*ormal Festival, Porn Yourself Festival Paris
ILLUSTRATION
Femme4Femme
digital illustration series
2018







PAINTING
Silenced by Academia
Acrylic on Canvas
2015



Im Kapitel “Überlebensstrategien und »Queer Futurity«
in Sunanda Mesquitas Gemälde Silenced by Academia (2015)” der Publikation “Queere Künstler_innen of Color — Verhandlungen von Disidentifikation, Überleben und Un-Archiving im deutschen Kontext” schreibt Rena Onat folgendes:
“Das Genre des Selbstporträts ermöglicht zudem eine Autor_innenschaft und Kontrolle über das eigene Bild.
Die Künstler_in, also die (queere) Femme of Color, der Silencing widerfahren ist, bestimmt selbst, wie sie sich repräsentiert,
wie sie gesehen werden will. Das bedeutet nicht, dass nicht auch andere Lektüren möglich sind als die, die sie selbst anlegt und intendiert. Dennoch schafft sie eine Form der Selbstrepräsentation, was gerade aus einer queeren, weiblichen, Person of Color-Position heraus als Intervention in Praxen des Othering und der Fremddefinition und Fremdzuschreibung verstanden werden kann. Ihre Positionierung ist eine, die historisch und strukturell in den Status des (passiven) Objekts festgeschrieben wurde. Mesquita nutzt ihre Kunst, um damit zu brechen. Der direkte Blick nach vorn in die Augen der Betrachter_innen ist einer, der sich einem Angestarrt-Werden widersetzt. Das aktive Zurückblicken ist eine wichtige Strategie feministischer Künstler_innen, die damit den Objektstatus der Frau in der cis-männlich dominierten Kunstgeschichte aufbrechen.
Es ist eine Verweigerung, den Status eines passiven
Objekts einzunehmen. Dies ist eine widerständige Blickstrategie, die ich als »Looking Back« bezeichne. Das Looking Back wird verstärkt durch das Genre des Selbstporträts: Sunanda Mesquita aka Decolonial Killjoy ist zugleich Autorin ihres Kunstwerks, also dessen Subjekt und die Abgebildete, also das Objekt innerhalb ihres Bildes. (…) Das Selbstporträt von Decolonial Killjoy wird zu einem Medium der Subjektivierung, durch das die Femme of Color
zum (aktiven) Subjekt werden kann genau in einem Moment der
Objektifizierung, der Viktimisierung durch Diskriminierung.”

ILLUSTRATION
Fortune Cookies
digital illustration series
2017




